Beratung und Restaurierung
Beratung und Restaurierung

Einführungsseminare in die Restaurierungsethik

Jeder der Hand anlegt, muss und soll sich seiner Verantwortung gegenüber dem technischen Kulturgut bewusst sein. Sei es in der Praxis, bei der Präsentation oder bei der Depotlagerung von technischem Kulturgut. Den Substanzerhalt nachfolgenden Generationen zu sichern ist keine leichte Aufgabe. In meinen Seminaren vermittle ich Ihnen dafür die nötige Therorie und Praxis für den substanzerhaltenden Umgang mit dem technischen Kulturgut. Oberste Priorität jeder technischen Restaurierung ist der Funktionserhalt an dem Objekt.

 

Meine Einführungsseminare in die Restaurierungsethik sind speziell für Museen und Geschichtsvereine ausgelegt, in dem Haupt- und Ehrenamtliche täglich ihre Hand am technischen Kulturgut anlegen. In dem Einführungsseminar werden Ihre Mitarbeiter im Umgang mit technischen Kulturgut so sensibilisiert, dass sie nachher die Planung von Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen eigenständig durchführen können. Falls Sie es wünschen, begleite ich Ihre Mitarbeiter in den dann folgenden Schritten durch die Maßnahme. Die Begleitung kann schriftlich, telefonisch oder persönlich erfolgen.

 

Die Seminare werden vor Ort in Ihrer Werkstatt/Depot durchgeführt. Die Objektauswahl (Denkmal/Kulturgut) würde ich vorher bei einem Besuch mit Ihnen abstimmen. Aufgrund der Intensivität werden die Einführungsseminare an zwei Werktagen (freitags und samstags) durchgeführt. Um die Stärken und Schwächen der einzelnen Teilnehmer zu erkennen und um sie ggf. zu fördern, ist die Teilnehmerzahl auf sechs Personen begrenzt. 

 

Seminarablauf

  • Einführung in die Restaurierungsethik (Powerpoint-Präsentation)
     
  • Objektidentifikation - Allgemeine Angaben
    ... seine Bedeutung (historische Aspekte)
    ... sein Zustand (technologische Aspekte)
    ... seine Nutzung (funktionale Aspekte)
     
  • Bestandsaufnahme - Objektbeschreibung - Fotodokumentation
     
  • Befunduntersuchung - Fachliche Untersuchungen am Objekt
    ...Welche Befunde? Welche Geschichtsspuren? Welche Materialien? Welche Verarbeitungstechniken? Welche Schäden?
     
  • Konzeptfindung unter Einbeziehung der...
    ... Bewertung der Geschichtsspuren und ihrer Bedeutung (Was ist erhaltungswürdig?)
    ... Analyse des Zustandes und Bewertung des Schadensumfanges (Was ist erhaltungsfähig?)
    ... Berücksichtigung der geplanten/gegenwärtigen Funktion (Was erfordert die Nutzung?)
     
  • Konzeptfindung und Maßnahmenplanung - Mögliche praktische Arbeiten am Objekt wie z.B...
    ... Altern lassen
    ... Pflegen des Bestandes
    ... Konservieren des Bestandes
    ... Restaurierung des Bestandes
    ... Renovieren/Erneuern des Bestandes
    ... Herstellen/Anfertigen von Ergänzungen und Veränderungen
    ... Rekonstruieren nicht mehr vorhandener Teile
     

  • Entwicklung von Betriebs-, Kontroll- und Pflegeplänen
     
  • Konzipierung von Begleit- und Abschlussdokumentationen
     
  • Weitere Themen im Seminar sind u.a. die wärmeenergielose Trocknung von Metallen, die transparente und pigmentierte Konservierung usw. Die Produkte werden zur Vorführung zusammen mit Produkt - und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung gestellt. Des Weiteren erhält jeder Teilnehmer eine Bestätigung und ein begleitendes Skript zu den o.g. Seminarinhalten.

 

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung!

Schmieden von Tscherpern (Bergmannsmessern) aus Damaszenerstahl

Damaszener-Schmiede-Kurse im Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar

 

Zusammen mit meinem langjährigen Kollegen Rüdiger Willecke, Schmiedemeister und Restaurator im Handwerk aus Siedlingshausen/Winterberg führe ich die Schmiede-Kurse aus.

 

In den Schmiede-Kursen wird das typische Alltagswerkzeug, der so genannte Tscherper der Bergleute hergestellt.

Der Tscherper gehört bis heute zu den typischen Accessoires des bergmannischen Brauchtums. Wie solche Messer aus

112-lagigem Damaszenerstahl hergestellt werden, vermittelt mein Seminar am Rammelsberg.

 

Neben den alten Handwerkstechniken wie dem Schmieden und dem Feuerschweißen, wird auch die Geschichte der Tscherpers vermittelt. Jeder Teilnehmer wird, unter der Anleitung und Hilfestellung der Restauratoren, die Herstellung des Klingenrohlings bis hin zum fertigen Produkt selbst durchführen und einen Tscherper inkl. Griff mit nach Hause nehmen. Technische Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.

 

Zu folgenden Terminen werden die Seminare in der Schmiede am Rammelsberg angeboten:

 

 

Termine für 2020 ausgebucht!

 

Freitags von 16 Uhr bis ca. 21 Uhr

Samstags von 10 Uhr bis ca. 18 Uhr

 

Die Kosten pro Teilnehmer belaufen sich auf 330 €, inkl. Getränke und Imbiss, der für die Herstellung benötigten Materialien sowie für den Arbeitsschutz erforderliche Schutzausrüstung.

 

Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe müssen selbst mitgebracht werden.

 

Anmeldung und weitere Auskünfte sowie zusätzliche Termine gebe ich Ihnen gerne unter 05321- 750 204 oder technik@rammelsberg.de


Anrufen

E-Mail